Alter Faden:
>>2839919Links:
Klassikertexte:
https://mlwerke.redflag.ps/Papyrossa-Verlag:
https://www.papyrossa.de/Marxistische Blätter (Theoriemagazin der DKP):
https://www.marxistische-blaetter.de/Junge Welt:
https://www.jungewelt.de/Post too long. Click here to view the full text. 65 posts and 9 image replies omitted.>>2930013mittlerweile muss man als user aus deutschland unbedingt eine email adresse angeben, wenn man auf 4chan was posten will. allein für diese verifizierung muss man locker 10 captchas lösen. und dann noch captchas für jeden einzelnen post. es ist die reinste captcha hölle. vpns funktionieren nicht und alles außer chrome wird bestraft.
es wundert mich echt, wie offen es hier hingegen noch ist.
>>2930015das beste ist, dass manche captchas unlösbar sind! das soll vorallem passieren, wenn man einen alternativen browser nutzt.
Gibt es hier Anarchisten?
NARKOKRATIE.
Das kommt. Und zwar schneller und totaler, als die meisten wahrhaben wollen.
Die klassische Konsumgesellschaft ist bereits im Sterben. Materielle Güter, Reisen, Statussymbole, Eigentum – das alles war immer nur ein umständlicher, ineffizienter Umweg, um am Ende genau das zu erzeugen, was Drogen und Neurotechnologie direkt liefern: intensives Erleben, Belohnung, Bedeutung, Glück, Kontrolle über den eigenen Bewusstseinszustand. Sobald die Technik gut genug ist, fällt der Umweg weg.
Wir stehen am Anfang einer neurochemischen und neurotechnologischen Revolution. In den nächsten 15–25 Jahren werden präzise, maßgeschneiderte Bewusstseinsmodulationen (pharmakologisch + BCI + geschlossene Feedback-Schleifen) so mächtig, so billig und so zuverlässig, dass der alte Konsum einfach obsolet wird. Warum noch ein Flug nach Bali buchen, ein Auto kaufen oder ein teures Apartment unterhalten, wenn man denselben oder einen weit intensiveren Zustand in Sekunden und für einen Bruchteil der Kosten direkt im Gehirn erzeugen kann – und das ohne Jetlag, ohne Schulden, ohne ökologischen Fußabdruck?
Die Gesellschaft wird sich nicht „langsam anpassen“. Sie wird umkippen. Sobald eine kritische Masse den direkten neurochemischen Kick dem indirekten materiellen Ersatz vorzieht, kollabiert die alte Nachfrage. Die Wirtschaft folgt dem Begehren, nicht umgekehrt. Was übrig bleibt, ist eine Narkokratie im besten Sinne: eine Gesellschaft, deren zentraler Produktions- und Konsumptionsmodus die gezielte Gestaltung innerer Zustände ist. Alles andere wird Nische, Dekoration oder reines Statusspiel für Nostalgiker.
Das ist keine Dystopie. Das ist die konsequente Fortsetzung dessen, was Konsum schon immer war: die Jagd nach intensiverem Erleben. Wir haben nur endlich die Abkürzung gefunden. Und sobald sie da ist, gibt es kein Zurück.